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title: "WooCommerce zu Shopify: Was den Umzug überlebt"
description: "Was sauber migriert, was neu gebaut werden muss und was unbemerkt verloren geht: eine Checkliste aus der Praxis, damit die Rankings den Umzug überstehen."
author: "Luboš Zápotočný"
published: "2026-07-01"
language: "de"
canonical: "https://zapolu.com/de/blog/woocommerce-zu-shopify/"
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# WooCommerce zu Shopify: Was den Umzug überlebt

WooCommerce zu Shopify ist die Migration, nach der wir am häufigsten
gefragt werden, und das Muster dahinter ist konsistent: Der Shop ist
WordPress entwachsen. Plugin-Konflikte kosten einen Tag pro Woche,
jedes Update wird aufgeschoben, weil es zu Ausfällen führen könnte,
und die Hosting-Rechnung steigt weiter, weil die Architektur mit
Hardware ausgeglichen wird. Shopifys Versprechen, dass der Betrieb
der Plattform beim Anbieter liegt, verfängt genau in diesem Moment.

Die Migration selbst wird dabei regelmäßig unterschätzt. „Es gibt
einen Importer“ stimmt zwar, führt aber in die Irre. Hier ist, was den
Umzug tatsächlich übersteht, was neu gebaut werden muss und was
unbemerkt verloren geht.

## Was sauber migriert

- **Produkte**, größtenteils. Einfache und variable Produkte lassen
  sich auf Shopify-Produkte und -Varianten abbilden. Achten Sie auf
  die Obergrenzen: Das alte Limit von 100 Varianten hat Shopify
  aufgehoben (bis zu 2.048 pro Produkt für alle Händler seit Ende
  2025), aber Produkte bleiben auf drei Optionen begrenzt, und genau an
  diesen drei Optionen bleiben komplexe WooCommerce-Kataloge hängen.
- **Kunden**: Namen, E-Mail-Adressen, Anschriften. Dieser Teil ist
  ein CSV-Export und -Import, sobald Sie den Stand der
  Marketing-Einwilligungen geklärt haben.
- **Historische Bestellungen**, über Import-Apps oder die API, mit
  genug Vorbehalten (Status, Teilerstattungen, Steuerrundung), dass
  wir importierte Bestellungen als reine Referenzdaten behandeln;
  die buchhalterische Wahrheit bleibt im Altsystem.

## Was nicht migriert: Passwörter

**Kundenpasswörter sind Einweg-Hashes, und Shopify akzeptiert keinen
importierten Hash von irgendeiner Plattform.** Jeder Kunde muss sein
Passwort
zurücksetzen oder sich neu registrieren. Für einen Shop, der von
Wiederkäufen lebt, ist das eine zu planende Reaktivierungskampagne
und keine E-Mail, die man in der Nacht nach dem Cutover
improvisiert.

## Was neu gebaut werden muss

- **Der Plugin-Stack.** Jedes WooCommerce-Plugin braucht eine
  Entscheidung: eine Shopify-App, eine Shopify Function, ein
  Theme-Feature oder das Eingeständnis, dass niemand mehr weiß,
  warum es installiert ist. Dieses Inventar ist der eigentliche
  Umfang des Projekts.
- **Checkout-Anpassungen.** Was auch immer Sie am
  WooCommerce-Checkout angepasst haben: Shopifys Checkout ist nur
  innerhalb definierter Leitplanken anpassbar (auf Plus tiefer).
  Alles darüber hinaus wird nicht portiert, sondern neu entworfen.
- **Mehrsprachige Setups.** WPML- oder Polylang-Konstruktionen
  landen auf Shopify Markets plus Übersetzungs-Apps, also in einem
  anderen Modell statt einer bloßen Formatkonvertierung.
- **Die Content-Seite rund um den Shop.** WordPress ist als CMS
  besser als Shopify; Blog und Landingpages brauchen ein neues
  Zuhause: Shopifys Blog, ein headless Setup oder ein WordPress,
  das nur noch für den Content bleibt.

## Was mit den Rankings passiert

SEO leidet bei nachlässig durchgeführten Migrationen zuerst, weil der
Schaden erst Wochen später eintritt, wenn niemand mehr Ursache und
Wirkung verbindet. Die URL-Struktur ändert sich zwangsläufig:
`/product-category/shoes/` wird zu `/collections/shoes/`, jeder
Produktpfad ändert sich, und Shopify kann zudem keine beliebigen
URL-Formen ausliefern. Die Rankings überstehen den Umzug nur mit
mechanischer Disziplin:

1. Exportieren Sie ein **vollständiges URL-Inventar** aus dem
   Live-Shop: Crawlen Sie ihn, verlassen Sie sich nicht allein auf
   die Sitemap.
2. Mappen Sie **jede URL mit Traffic oder Backlinks** auf ihr
   exaktes neues Zuhause. Besonders die Kategorieseiten; dort
   sitzen meist die Rankings.
3. Liefern Sie die **301-Redirects zum Cutover** aus, nicht „im
   nächsten Sprint“, denn in dieser Lücke gehen Rankings verloren.
4. **Messen Sie den organischen Traffic vorher**, damit sich die
   Frage „hat uns die Migration geschadet“ mit Zahlen beantworten
   lässt.

## Wann Shopify nicht passt

Wenn der Grund für den Wechsel von WooCommerce Katalogkomplexität
oder B2B ist (Vertragspreise, Freigabeketten, sehr komplexe
Varianten), stoßen Sie bei Shopify womöglich bald an sehr ähnliche
Grenzen, und [Magentos Zuschnitt](/de/services/magento/)
passt besser. Diese Weggabelung zu klären ist der Hauptzweck
unserer [Migrationsanalysen](/de/services/platform-migration/), und
die Frage
[Replatforming oder Reparatur](/de/blog/replatforming-oder-reparatur/)
sollten Sie sich davor ehrlich stellen.

Mit Disziplin durchgeführt (Inventar zuerst, Redirect-Map zum
Cutover, Passwörter als Kampagne behandelt) ist diese Migration
Routine. Beiläufig durchgeführt ist sie ein Quartal verlorener
Rankings und eine Support-Queue voller Kunden, die sich nicht
einloggen können. Wenn Sie eine planen,
[sagen wir Ihnen in einem kostenlosen Gespräch](/de/contact/), auf
welche der beiden Varianten Sie zusteuern.